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Aschaffenburg/Spessart: Zum Jubiläum: 9775 Euro Spende für Naturschutzprojekte

Anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums hat die Stiftung natur mensch kultur weitere Spenden in Höhe von 9.775 Euro an regionale Projekte überreicht. So erhält der Naturpark Spessart e.V. Mittel für einen professionellen Messeauftritt für die Öffentlichkeitsarbeit. Ebenso können weitere Flächen im Heimbuchen­thal entbuscht werden, um zusätzliche Weideflächen zu gewinnen. Das Schlaraffenburger Streuobstprojekt bekommt zudem weitere Gelder, um alle Streuobstwiesen mit Infotafeln als Aufklärung für die Besucher zu beschildern.

Am 09. Oktober konnte Dr. Oliver Kaiser vom Naturpark Spessart e.V. einen Scheck in Höhe von 6.275 Euro entgegennehmen. Herrn Alexander Vorbeck vom Schlaraffenburger Streuobstprojekt wurde zudem ein Scheck in Höhe von 3.500 Euro überreicht. „Wir freuen uns, dass die Stiftung natur mensch kultur uns so nachhaltig unterstützt“, so Dr. Kaiser. „Gemeinsam konnten wir schon viel bewegen“, bekräftigt Alexander Vorbeck.

Messepavillon für die Öffentlichkeit: Luchs und Wolf im Fokus

Der Naturparkverein präsentiert sich mit seinen Naturparkführer:innen regelmäßig auf regionalen Veranstaltungen, um die Menschen über seine Arbeit in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung und Regionalentwicklung zu informieren. So ist er beispielsweise auf dem Ökomarkt Aschaffenburg, dem Regionalen Apfelmarkt, der Mainfrankenmesse Würzburg oder auch Weihnachtsmärkten zugegen. Besucher können sich hier zu aktuellen Themen informieren wie dem Luchs, der Rückkehr des Wolfes oder der Bedeutung der Biodiversität. Der Infostand ist nun etwas in die Jahre gekommen und um Werben und Wirken für die gute Sache zu verbessern, soll der Naturpark fortan einen professionellen Infostand erhalten mit mobilem Zeltpavillon, Infotheken, Broschürenständern sowie auch einem Aufsteller mit dem Specht-Maskottchen des Naturparks. Zudem wird es didaktisch wertvolle Holzspiele geben, gerade auch um jüngere Besucher anzusprechen. Hierfür erhält der Naturpark Spessart 3.175 Euro.

Heimbuchenthal: Weniger Büsche, mehr Weidehaltung
Darüber hinaus erhält der Naturpark Spessart e.V. Mittel für ein Naturschutzprojekt in der Gemeinde Heimbuchenthal. Hier gibt ökologisch sehr wertvolle, aber vom Naturschutz bisher kaum beachtete Streuobstbestände, die seit Jahren aus der Nutzung und Pflege gefallen sind. Die Verbuschung konnte mit Mitteln der Stiftung bereits teilweise zurückgedrängt werden und erste Bäume erhielten einen fachgerechten Pflegeschnitt. Zudem stimmten die Gebietsbetreuer des Naturparks mit Tierhaltern eine Nachnutzung der entbuschten Flächen ab. Mit Hilfe der Spende wurde zudem ein Aktionstag durchgeführt. Flächeneigentümer, Naturpark-Mitarbeitende und freiwilligen Helfer:innen entbuschten hierbei zusätzliche Flächen und entsorgten den zuvor angefallenen Astschnitt von der Obstbaumpflege. So können diese Flächen zukünftig mit Tieren beweidet und offengehalten werden. Ebenso tragen weitere, sachkundige Pflegeschnitte an den alten Obstbäumen zu deren Erhalt bei. Dafür erhält der Naturparkverein insgesamt eine Summe von 3.100 Euro von der Stiftung natur mensch kultur.

Schlaraffenburger: Mehr Info für die Öffentlichkeit

Das Schlaraffenburger Streuobstagentur unterstützt die Stiftung natur mensch kultur schon langjährig. Insgesamt wurde sie bisher mit über 22.000 Euro unterstützt. Die Schlaraffenburger Streuobstagentur hat insgesamt über 600 Streuobstwiesen mit mehr als 12.000 Obstbäumen am Bayerischen Untermain unter Vertrag. Sie unterhält davon selbst etwa 100 Flächen mit 2.500 Bäumen. Besonderheit hier: Diese Flächen werden nach Bioland-Richtlinien und Naturschutzkriterien bewirtschaftet. Im Vordergrund stehen bei der Pflege beispielsweise der Erhalt von Höhlenbäumen als Lebensraum für Vögel und Tiere. Ebenso werden Sonderstrukturen angelegt wie Totholz­haufen als Rückzugsgebiete. Zudem pflanzt man Obstbäume nach, um den Bestand langfristig zu erhalten. Inkludiert ist auch ein insektenfreundliches Mäh- und Mulchkonzept, welches ebenfalls mit Hilfe der Stiftung umgesetzt wird. Vieles wurde gemeinsam schon erreicht.

In der nächsten Phase geht es nun darum, die Bevölkerung über den ökologischen Wert der Streuobstwiesen zu informieren. Ebenso soll über den Sinn von Altgrasstreifen und Totholz aufgeklärt werden. Oft gelten diese noch als „unordentliche“ Bewirtschaftung. Vor diesem Hintergrund ist eine Flächenbeschilderung geplant für alle Streuobstflächen, die von der Schlaraffenburger Streuobstagentur im Rahmen des Streuobstprojektes des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) bewirtschaftet werden. Neben diesen etwa 100 Flächen sollen weitere 100 Flächen von Teilnehmern auf freiwilliger Basis eine Beschilderung erhalten. So wird die Bevölkerung informiert und es können weitere Unterstützer für das Projekt gewonnen werden. Überdies soll der hohe Stellenwert der Schlaraffenburger Flächen in der Streuobstkulisse herausgestellt werden. Nicht zuletzt soll für die Naturschutzarbeit des Landesverbundes für Vogelschutz und des Schlaraffenburger Projektes sowie dessen Streuobstprodukte geworben werden. Hierzu erhält das Projekt eine Spende von 3.500 Euro von der Stiftung natur mensch kultur.

Bildhinweis: Jennifer Weidle

 

Über die Stiftung natur mensch kultur

Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 2001 gegründet. Seitdem fördert sie Projekte in der Bildung und Erziehung sowie des Umweltschutzes. Sie arbeitet meist in Kooperation mit anderen Organisationen, entwickelt aber auch eigene Aktivitäten – zum Beispiel den biozukunftspreis. Dieser wurde in 2021 zum 15. Mal an Abiturient*innen verliehen, die sich in besonderem Maße mit dem Thema Ökologie auseinandergesetzt haben. Gemäß Stiftungsauftrag werden zudem regional im Großraum Aschaffenburg/Babenhausen Engagement, Forschung und Bildung im Umwelt- und Naturschutz gefördert. Ebenso engagiert sich die Stiftung natur mensch kultur für internationale Projekte mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Menschen zu schaffen. Der Fokus liegt hier auf dem ökologischen Aspekt, es soll aber auch die Nachhaltigkeit auf ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene gefördert werden. Näheres dazu hier: www.natur-mensch-kultur.de

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14.10.2021

Pressekontakt:
Stiftung natur mensch kultur
c/o bio verlag gmbh,
Magnolienweg 23,
63741 Aschaffenburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Imke Sturm
imke.sturm@bioverlag.deTel.: 0172 – 32 50 222

Ökologisches und soziales Engagement: 20 Jahre Stiftung natur mensch kultur

Ökologisches Handeln und gemeinschaftliches Miteinander sind tragende Werte, für die sich der bio verlag seit Jahrzehnten einsetzt. Es war 2001, als sich die Gründer*innen des bio verlags fragten, was sie darüber hinaus noch tun könnten, um Umwelt- und Bildungsprojekte langfristig und damit auch nachhaltig zu unterstützen. So wurde die gemeinnützige Stiftung natur mensch kultur aus der Taufe gehoben. Seit 20 Jahren fördert die Stiftung nun Initiativen in ihrer Heimatregion – aber auch internationale Projekte, die zu einer Verbesserung der Situation der Menschen in ihrem Umfeld beitragen. Weltweit hat sie über 30 Projekte gefördert, regional sind es 20. Mit einer kleinen Feier im Rahmen eines Aktionstages des Naturpark Spessart am 9. Oktober wurde dieses Engagement jetzt gewürdigt (Bild). 

Die Stiftung natur mensch kultur engagiert sich einerseits stark in der Region Aschaffenburg/Spessart. Sie fördert zahlreiche Projekte beispielsweise vom Naturpark Spessart, der Schlaraffenburger Streuobstagentur sowie dem BUND Aschaffenburg. Weniger geläufig ist, dass andererseits rund 80 Prozent der Stiftungsmittel für internationale Vorhaben verwendet werden. Insgesamt gibt die Stiftung im Jahr durchschnittlich 70.000 Euro aus.

Bei den internationalen Projekten arbeitet sie etwa mit dem Internationalen christlichen Friedensdienst EIRENE zusammen und fördert hier unter anderem von Armut bedrohte Frauen in Nicaragua. Diese sollen in ihrer wirtschaftlichen Selbstständigkeit gefördert werden, wie etwa durch den Verkauf von Honig oder Verarbeitung von Bambus zu Möbeln. Im Niger werden zudem Ausbildungen für Jugendliche ermöglicht sowie Schulungen im nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbau unterstützt.

Ein anderer wichtiger Partner von natur mensch kultur ist die GLS Treuhand. In Uganda konnte so durch Landkauf eine Schulfarm ausgebaut werden. In Peru wurden Biogärten in Bergschulen eingerichtet und damit die Basis für eine ausgewogene Ernährung, bessere Gesundheit und Umweltbewusstsein geschaffen.

Seit 15 Jahren Vergabe des biozukunftspreis

Die Stiftung arbeitet meist in Kooperation mit anderen Organisationen, entwickelt aber auch eigene Aktivitäten. Hierzu gehört der biozukunftspreis, der seit 15 Jahren jährlich an Abiturient*innen bayrischer Gymnasien vergeben wird. Gewürdigt werden junge Menschen, die sich in besonderem Maße für biologische Themen engagieren und sich dafür interessieren, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Ökologisches Bewusstsein schaffen

„Seit 2001 verfolgt die Stiftung das Ziel, Menschen zu unterstützen, ihr Leben nachhaltiger zu gestalten – ökologisch, ökonomisch, sozial. In diesen 20 Jahren haben wir vielfältige Projekte unterstützt und sind froh, so zur Verbesserung der Lebenssituation vieler Menschen beigetragen zu haben. Gemeinschaftliches Miteinander und die Schaffung ökologischen Bewusstseins müssen für uns regional, national und global gedacht werden“, so Ronald Steinmeyer, Vorstand der Stiftung.

Über die Stiftung natur mensch kultur

Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 2001 gegründet. Gemäß Stiftungsauftrag werden regional im Großraum Aschaffenburg/Babenhausen Engagement, Forschung und Bildung im Umwelt- und Naturschutz gefördert. Zudem vergibt sie jährlich den biozukunftspreis an bayrische Abiturient*innen im Fach Biologie. Außerdem engagiert sich die Stiftung natur mensch kultur für internationale Projekte mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Menschen zu schaffen. Der Fokus liegt hier auf dem ökologischen Aspekt, es soll aber auch die Nachhaltigkeit auf ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene gefördert werden. Näheres dazu hier: www.natur-mensch-kultur.de

Dagmar Förster (B.U.N.D.), Marion Morgner (Stiftung natur mensch kultur), Christa Weiß (Stiftung nmk), Heidi Bolch (Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Aschaffenburg), Richard Kalkbrenner (Landesbund für Vogelschutz, LBV), Oliver Kaiser (Naturpark Spessart), Ellen Kalkbrenner (LBV), Ronald Steinmeyer (Vorstand, Stiftung nmk), Harry Fenzl (Kuratorium, Stiftung nmk) Vordere Reihe: Yvonne Hartmann (B.U.N.D.), Sabine Kauffmann (Kuratorium, Stiftung nmk), Alexander Vorbeck (Schlaraffenburger)

Bildhinweis: Jennifer Weidle

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11. Oktober 2021 

Pressekontakt:

Stiftung natur mensch kultur
Magnolienweg 23, 63741 Aschaffenburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Imke Sturm
imke.sturm@bioverlag.deTel.: 0172 – 32 50 222

Bayern/ Schülerwettbewerbe: 15 Jahre biozukunftspreis

Im Juli wurden an 194 bayrischen Gymnasien die 204 besten Absolvent*innen im Fach Biologie mit dem biozukunftspreis ausgezeichnet. Damit verlieh die Stiftung natur mensch kultur diesen Preis bereits zum 15. Mal. Gewürdigt werden junge Menschen, die sich in besonderem Maße für biologische Themen engagieren und sich dafür interessieren, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Dabei ist nicht zwangsläufig die Abiturnote ausschlaggebend. Vielmehr zählt das Engagement eines jungen Menschen, sich beispielsweise für Naturschutzprojekte oder für besondere Zukunftsfragen rund um Biologie und Umwelt einzusetzen. Zusätzlich zum Preis erhalten die Abiturient*innen eine Regenwaldurkunde über den symbolischen Kauf eines Stücks Regenwaldes sowie einen themenspezifischen Buchpreis.

Insgesamt hat die Stiftung in 15 Jahren rund 2.500 Schüler*innen mit dem biozukunftspreis gewürdigt. „Mit diesem Preis wollen wir jungen Menschen zeigen, dass es sich lohnt, sich mit Nachhaltigkeit, Ökologie und Biologie zu beschäftigen. Gleichzeig möchten wir diesen Themen über den normalen Lehrstoff hinaus mehr Gewicht verleihen. Denn Maßnahmen für Artenvielfalt und Klimaschutz sind für unsere Zukunft wichtig“, so Sabine Kauffmann, Kuratoriumsmitglied der Stiftung natur mensch kultur.

„Jungen Menschen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger“, unterstreicht auch Vorstand Ronald Steinmeyer. „Das spüren wir nicht nur an den zunehmenden Bewerbungen, sondern auch an der intensiveren Auseinandersetzung damit in ihren Arbeiten oder Projekten. Wir wollen die jungen Menschen darin bestärken, ihre Lösungsansätze und Fragestellungen dazu auch im späteren Alltags- und Berufsleben mit einzubringen“, so Steinmeyer.

Die Verleihung der biozukunftspreise erfolgt im jeweiligen Gymnasium vor Ort, in der Regel durch Vertreter der Schule, zumeist die im Fachbereich Biologie Lehrenden.

Die Namen der ausgezeichneten Schüler*innen sind, sofern eine Einwilligung vorliegt,  auf der Website veröffentlicht

– sortiert nach den Orten und Namen der Schulen. Pro Gymnasium konnte ein*e Schüler*in nominiert werden, nur in gut begründeten Ausnahmefällen zwei Schüler*innen:

https://natur-mensch-kultur.de/bio-zukunfts-preis/preistraeger/preistraegerinnen- 2021/

Für die Kontaktaufnahme zu den Schüler*innen wenden Sie sich bitte an die Schulleitungen direkt (Datenschutzgründe). Diese können den Kontakt zu den Preisträger*innen herstellen.

Titel des diesjährigen Buches

„Das Ökologie-Buch – Big Ideas einfach erklärt“ ISBN: 978-3-8310-3913-5

Spendenurkunden zum Schutz der Regenwälder des Vereins Rettet Regenwald e.V.

www.regenwald.org

Bilder:

Kuratorium der Stiftung natur-mensch-kultur

Das Kuratorium der Stiftung natur mensch kultur (v.l.):
Volker Schmidt-Sköries, Ronald Steinmeyer (Vorstand), Sabine Kauffmann, Harry Fenzl; im Vordergrund Marion Morgner (Projektmanagerin).

Über 200 Bücher hat in diesem Jahr Christa Weiß von der Stiftung natur mensch kultur verpackt und versendet

Über 200 Bücher hat in diesem Jahr Christa Weiss von der Stiftung natur mensch kultur verpackt und versendet

Über die Stiftung natur mensch kultur

Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 2001 gegründet. Seitdem fördert sie Projekte in der Bildung und Erziehung sowie des Umweltschutzes. Sie arbeitet meist in Kooperation mit anderen Organisationen, entwickelt aber auch eigene Aktivitäten – zum Beispiel eben den biozukunftspreis. Gemäß Stiftungsauftrag werden regional im Großraum Aschaffenburg/Babenhausen Engagement, Forschung und Bildung im Umwelt- und Naturschutz gefördert. Ebenso engagiert sich natur mensch kultur für internationale Projekte mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Menschen zu schaffen. Der Fokus liegt hier auf dem ökologischen Aspekt, dazu soll aber auch die Nachhaltigkeit auf ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene gefördert werden. Näheres dazu hier: www.natur-mensch-kultur.de

 

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Stiftung natur mensch kultur
c/o bio verlag gmbh,
Magnolienweg 23,
63741 Aschaffenburg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Imke Sturm
imke.sturm@bioverlag.de,
Tel.: 0172 – 32 50 222

4.403 Euro Spende für insektenfreundliches Mähkonzept

Dank einer Spende der Stiftung natur mensch kultur können die Schlaraffenburger Streuobstwiesen des Landesbundes für Vogelschutz nun insektenfreundlicher gemäht werden. Besonderer Vorteil: Mehr Artenvielfalt. Und der Betrachter lernt: Augenscheinlich unansehnliche Altgrasstreifen sind für heimische Insekten viel wichtiger als exotische Blühmischungen. Zum geförderten Mäh- und Beweidungs­konzept gehört nämlich auch, dass auf Wiesen einzelne Inseln stehen gelassen werden, die ihren Bewohnern als Zufluchtsorte dienen. Diese werden in einem zweijährigen Rhythmus gemäht. Zum neuen Konzept zählt auch ein neuer, handgeführter Balkenmäher, der selbst einem anspruchsvollen Unterwuchs beikommen kann. Ebenso setzt man Schafe, Rinder und Pferde als Weidetiere und natürliche Landschaftspfleger ein. 

Am Mittwoch, 30.09.20 überreichte Sabine Kauffmann von der Stiftung natur mensch kultur einen Scheck über 4.403 Euro an Richard Kalkbrenner, Vorsitzender Landesbund für Vogelschutz und Alexander Vorbeck, Projektleiter Schlaraffenburger (siehe Bilder). „Streuobstwiesen sind wichtig. Deshalb freuen wir uns, die engagierten Schlaraffenburger in ihrer Arbeit für den Erhalt zu unterstützen“, so Sabine Kauffmann von der Stiftung.

Brombeeren, Gehölze erschweren das Mähen

Die Unterwuchspflege von Streuobstwiesen ist eine schwierige Aufgabe. Oft steht man einer Verbuschung gegenüber, beispielsweise durch Brombeeren. Auch herabgefallene Äste sind zusätzliche Hindernisse. Meist kommt hier das Mulchen als billigste Variante zum Mähen zum Einsatz. Auch, weil man mit herkömmlichem Gerät gar nicht zügig mähen kann. Zwar können so auch Unebenheiten wie Maulwurfshügel beseitigt werden. Das Mulchen ist aber aus naturschutzfachlicher Sicht nachteilig, da beim Mulchvorgang viele Insekten der Wiese getötet werden. Um den Anteil an Mulchflächen deutlich zu reduzieren, fördert die Stiftung natur mensch kultur nun das Mähkonzept für die selbst bewirtschafteten Flächen der Schlaraffenburger Streuobstagentur. „Unser Ziel ist es, auf möglichst vielen Flächen eine möglichst tierschonende Unterwuchspflege zu verwirklichen und langfristig artenreiche Blühwiesen zu entwickeln“, so der Schlaraffenburger Projektleiter Alexander Vorbeck. Insgesamt 75 Streuobstwiesen in Stadt und Landkreis mit etwa 35 ha Fläche bewirtschaftet das Projekt in Eigenregie.

Durch die Spende der Stiftung natur mensch kultur kann ein Großteil der bisher gemulchten Flächen in Zukunft mit dem Balkenmäher gemäht werden. Es ist ein leistungsstarkes und damit auch recht teures Gerät. Das Mähen unter den Bäumen und in Stammnähe ist mit dem handgeführten Mäher jedoch problemlos möglich. Dies ist letztendlich wesentlich schonender für die Wiesenfauna.

Tiere als Landschaftspfleger

„Aus Artenschutzgründen ist Mahd und Beweidung deutlich besser als Mulchen“, weiß auch Michael Specht, zuständig für die Flächenpflege bei Schlaraffenburger. „Wo es sich anbietet, werden auf den Flächen vorzugsweise Schafe als Weidetiere eingesetzt. Hier ergeben sich nach und nach Optionen durch einige kleinere Hobby-Tierhalter. Die Beweidung mit Rindern und Pferden ist ebenfalls eine gute Alternative zum Mulchen“, berichtet er. Besonders auf Jungbäume käme dann jedoch ein höherer Aufwand für den Weideschutz zu. Die Kosten für Nachpflanzungen stiegen dadurch um mehr als das Doppelte.

„Alle Beteiligten sind sich einig, dass der eingeschlagene Weg richtig ist“, erläutert Alexander Vorbeck. „Die Kosten für die insektenschonende Mahd liegen etwa 30 bis 100 Prozent über denen der Mulchmahd. Dennoch ist es den Aufwand wert. Der Erhalt und die Entwicklung der Wiesen-Flora- und Fauna hat zusammen mit der gezielten Nachpflanzung von Obstbäumen höchste Priorität.“ Mit den Maßnahmen konnte der Anteil der gemulchten Flächen von 2018 bis 2020 um mehr als die Hälfte reduziert werden. Der Anteil der gemulchten Flächen liegt jetzt bei etwa 20 Prozent und damit unter den anvisierten 25 Prozent, berichtet Vorbeck.

Bild Schecküberreichung (v.l.n.r.): Sabine Kauffmann, Marion Morgner (Stiftung natur mensch kultur), Richard Kalkbrenner( Vorsitzender Landesbund für Vogelschutz),  Alexander Vorbeck (Projektleiter Schlaraffenburger)

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Über die Stiftung natur mensch kultur

Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 2001 gegründet. Sie ist Gesellschafterin der bio verlag GmbH. Mit den Erträgen, die der Verlag an die Stiftung ausgeschüttet, fördert sie ambitionierte Projekte im Bereich Bildung und Erziehung sowie im Umweltschutz. In Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Akteuren setzt die Stiftung eigene Projekte um und beteiligt sich an Kooperationsprojekten von Partnern. Dies sind beispielsweise „Eirene“ oder die „Grüne Liga“. Gemäß Stiftungsauftrag werden regional das Engagement, die Forschung und das Wissen im Umwelt- und Naturschutz sowie Angebote im Bereich der Persönlichkeitsbildung gefördert. Mitwirkend an internationalen Projekten hat natur mensch kultur zum Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Menschen zu schaffen und damit für Nachhaltigkeit auf ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Ebene zu sorgen. Näheres dazu hier: www.natur-mensch-kultur.de

Pressekontakt:

Stiftung natur mensch kultur
c/o bio verlag gmbh, Magnolienweg 23, 63741 Aschaffenburg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Imke Sturm
imke.sturm@bioverlag.deTel.: 0172 – 32 50 222

1.173 Euro für Apfelpresse der Umweltstation

Scheck am 09.12.2019 an Oberbürgermeister Klaus Herzog überreicht

Das Thema „Streuobstwiese und Apfelsaftpressen“ wird von Schulen und Kindergärten gerne angenommen. In Schulen ist das Thema im Lehrplan verankert und gehört zu den am häufigsten nachgefragten Angeboten. In 2019 wurden etwa 20 Aktionen mit 320 Kindern durchgeführt. Auch im Rahmen von BayernTour-Natur-Veranstaltungen wird Apfelsaft gepresst und über den Nutzen von Streuobstwiesen für Mensch und Natur informiert.

Um die Veranschaulichung zu erleichtern, erhält die Umweltstation jetzt eine stabile, leicht zu reinigende Apfelpresse sowie eine Schneidemaschine und weiteres Zubehör wie Wanne, Schlauchwagen und Getränkefass. Möglich macht dies die Spende der Stiftung natur mensch kultur. Dazu überreichte heute Sabine Kauffmann von der Stiftung einen Scheck über 1.173 Euro an Oberbürgermeiste Klaus Herzog (siehe Bilder).

„Streuobstwiesen sind ein wichtiger Beitrag für Artenvielfalt. Wir freuen uns, dass wir die Umweltstation nun mit einer Apfelsaftpresse unterstützen können, die die nachhaltigen Wertschöpfungskreisläufe sehr schön veranschaulicht“, so Sabine Kauffmann von der Stiftung.
Die Umweltstation mit ihrer Ausstattung wird von Aschaffenburger Vereinen kostenlos zur Umweltbildung genutzt. Außerdem werden in Kooperation mit der Stadt Aschaffenburg Kurse und Exkursionen für Schulen und Kindergärten angeboten. Die Kurse sind für Schulen und Kindergärten kostenlos, die Vereine erhalten eine Aufwandsentschädigung von der Stadt Aschaffenburg. Die Apfelpresse mit ihren Materialien wird in der Umweltstation gelagert und ist dort für kooperierende Vereine zugänglich.

Die Stiftung „natur mensch kultur“ hatte die Umweltstation bereits 2017 unterstützt mit einem Betrag von 1.950 Euro für die Ausstattung der Station mit Geräten wie Becherlupen, Stereolupen, Ferngläsern sowie Bestimmungsliteratur und Anschauungsmaterial. In 2018 förderte die Stiftung die Gestaltung des Außengeländes mit insgesamt 3.300 Euro. Dies um das stark verwilderte Außengelände neu zu gestalten. Beispielsweise für das Anlegen von Biotopen, um das Gelände als Erweiterung des angrenzenden Naturschutzgebietes für Besucher erlebbar zu machen.

Pressemitteilung Umweltstation 2019