BUND Aschaffenburg: Projekt „Kein WASSER ohne Leben“

Als Trinkwasser und ökologischer Lebensraum ist Wasser eine Grundlage allen Lebens auf unserer Erde und eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Im Sinne der Nachhaltigkeit lässt sich Wasser unter spannenden sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten betrachten.
Mit Projekten, Aktionen und Exkursionen will der BUND die Bedeutung von Wasser in unserem Umfeld entdecken und jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich dazu mit allen Hintergründen, Folgen und Lösungen zu beschäftigen. So können sie sich eigene Meinungen bilden und im Hinblick auf Klimawandel und Nachhaltigkeit ihre Alltagsentscheidungen überdenken und verändern.

Der Landkreis Aschaffenburg ist reich an Seen, Bächen und Flüssen. Sie prägen entscheidend die Landschaft und haben wichtige Funktionen. Die Gewässerpädagogik bietet als wichtiges Teilgebiet der Bildung für nachhaltige Entwicklung die Möglichkeit, jungen Menschen den nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt nahezubringen. Main und Mainaue sind eine wichtige Vernetzungsachse für gewässer- und auengebundene Organismen. Von überregionaler Bedeutung ist auch der fließgewässerreiche, von Laubwald dominierte Sandsteinspessart, der die gesamte östliche Hälfte des Landkreises Aschaffenburg einnimmt.
Wasser ist für uns Menschen von elementarer Bedeutung und eine wichtige Lebensgrundlage. Wir nutzen unsere Bäche und Flüsse als Transportwege, zur Energiegewinnung, als Lebens- und Erholungsraum. Auf Grund dieser vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Wasser eignen sich Gewässer besonders gut für die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Fokus der Gewässerpädagogik steht dabei, junge Menschen an das Thema Gewässer heranzuführen. Das Gewässer wird mit allen Sinnen erlebbar gemacht und Wasserwissen abwechslungsreich und spielerisch vermittelt.

Die Europäische Union hat im Jahr 2000 die EG-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet mit dem großen Ziel: Die Gewässer sollen wieder so natürlich werden wie möglich, mit einer Vielfalt und Fülle an Pflanzen und Tieren und mit der natürlichen Qualität und Reinheit des Wassers. So soll der Schutz von Gewässern in Europa eine noch größere Bedeutung bekommen, und zwar der Schutz aller Gewässer: vom Grundwasser im Boden, das so wichtig ist für unsere Trinkwasserversorgung, über Stillgewässer wie Teiche und Seen, Fließgewässer wie Bäche und Flüsse, bis hin zu den Küstengewässern.
Bei allen Umweltbildungsmodulen möchte der BUND neben dem Erleben der Natur mit ihren Tieren und Pflanzen auch aufzeigen, dass es unsere Handlungen sind, die Auswirkungen auf die zukünftige Natur und unsere Welt haben. Mein Denken und Handeln beeinflusst mein Umfeld und die Natur und jeder Einzelne kann positive Impulse und Aktionen für die Natur geben. Durch gezielte Information, auch in Kooperation und guter Vernetzung mit den Wasserwirtschaftsämtern, den Pächtern der Bachabschnitte und anderer Naturschutzverbände, und aktivem Erleben mit allen Sinnen lernen wir verantwortungsbewussten Umgang mit dem Wasser und erfahren den Wert für unser Leben und die Zukunft. Mit altersgerechten und abwechslungsreichen Methoden lernen junge Menschen ihre Einstellung zur Natur zu überdenken und ihre Alltagskompetenz und eine umweltbewusste Lebensführung werden gefördert.

Veranstaltungen

Folgende Umweltbildungsmodule zum Thema Wasser werden in 45 Veranstaltungstagen angeboten:
1. Wasser & Wasserqualität
2. Wasser & Wiese
3. Wasser & Wald
4. Wasser & Klima
5. Wasser & Ernährung
6. Wasser & Entspannung
7. Wasser & Müll

Wir förderten dieses Projekt 2018 mit 2.300 €.