Naturpark Spessart: Streuobstbestände Heimbuchenthal

Erhalt ökologisch wertvoller Streuobstbestände in Heimbuchenthal

Der Naturpark Spessart engagiert sich im Rahmen seiner Gebietsbetreuung für Grünland in der Gemeinde Heimbuchenthal. Dort gibt es ökologisch sehr wertvolle, aber vom Naturschutz bisher kaum beachtete Streuobstbestände, die seit Jahren aus der Nutzung bzw. Pflege gefallen sind. Teilweise sind die Flächen bereits stark verbuscht und nur mit großem Aufwand wiederherstellbar. Viele der älteren Bäume benötigen einen sogenannten Erhaltungs- oder Pflegeschnitt, um die Vitalität und Stabilität der Obstbäume zu erhalten und somit auch ihre wertvollen Biotopfunktionen.

Die Streuobstbestände liegen überwiegend im Geltungsbereich eines Bebauungsplans der Gemeinde aus den letzten Jahrzehnten. Eine Bebauung ist laut Gemeinde aktuell nicht mehr vorgesehen, stattdessen möchte die Gemeinde die Streuobstwiesen erhalten bzw. wiederherstellen. Eine Förderung von Pflegemaßnahmen über staatliche Naturschutzmittel ist jedoch aufgrund der Lage der Fläche im Geltungsbereich des alten Bebauungsplans nicht möglich.

Der Naturpark hat daher 2019 zusammen mit der Gemeinde Heimbuchenthal erste Maßnahmen durchgeführt. Auf kleineren Teilflächen wurden Gebüsche zurückgedrängt und erste Bäume erhielten einen Pflegeschnitt. Zudem wurde mit dem zuständigen Schäfer eine Nachnutzung der entbuschten Flächen abgestimmt. Weitere vom Naturpark koordinierte Pflegemaßnahmen in Form von Entbuschungen laufen seit diesem Frühjahr mit Förderung durch Landratsamt und Gemeinde auf den Teilflächen außerhalb des Bebauungsplangebietes. Zudem sollen die Heimbuchenthaler Streuobstwiesen auch in eine aktuelle Obstsortenkartierung der Regierung von Unterfranken einbezogen werden, um besonders seltene Lokalsorten aufzuspüren. Da bei der Pflegeaktion 2019 erst ein kleiner Teil des Streuobstbestandes bearbeitet werden konnte, sollen diese Maßnahmen baldmöglichst fortgeführt werden.

Folgendes soll mit Hilfe der Spende der Stiftung umgesetzt werden:

  • Geplant ist, bei einem weiteren Aktionstag gemeinsam mit Flächeneigentümern, Naturpark-Rangern und freiwilligen Helfern weitere Flächen zu entbuschen, damit diese dann von Tierhaltern wieder beweidet und offengehalten werden können.
  • Mit einem Dienstleister/Landwirt sollen weitere Flächen motormanuell entbuscht und für eine Weidenutzung vorbereitet werden.
  • Streuobstfachleute der regionalen Firma Schlaraffenburger sollen zudem Erhaltungs- und Pflegeschnitte an den alten Obstbäumen durchführen.